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Gründung einer Limited


Da die Limited eine englische Kapitalgesellschaft ist, erfolgt die Gründung in englischer Sprache und nach englischem Recht.

Um eine Limited zu gründen, muss ein Gesellschaftsvertrag (Memorandum and Articles of Association) aufgesetzt werden. Der Gesellschaftsvertrag besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil ( Memorandum of Association) geht es um Grundlagen und die Regelung der Außenverhältnisse der Limited (z.B. Name, Sitz, Unternehmensgegenstand oder Aktienkapital). Der zweite Teil ( Articles of Association) behandelt die Innenverhältnisse der Limited (z.B. Vertragsberechtigung, Dividende). Der Gesellschaftsvertrag beinhaltet außerdem, dass sich der Firmensitz in England befindet und dass die Haftung der einzelnen Gesellschafter auf die von ihnen erbrachten Anteilseinlagen begrenzt ist.

Die eigentliche Gründung der Limited geschieht durch Übermittlung von Gesellschaftsvertrag und Beschluss zur Berufung des Directors und des Company Secretaries an das englische Handelsregister (Companies House – Cardiff, Edingburgh, Belfast) und die daraus resultierende Eintragung in das Handelsregister. Dieser Vorgang dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. Expresseinträge sind gegen Aufschlag innerhalb von 24 Stunden möglich. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich.

Das Companies House kontrolliert formell die eingereichten Unterlagen und überprüft dabei, ob der Name der Gesellschaft zulässig ist oder ob bereits eine Limited mit der gleichen Firmierung existiert. Der Satzungszweck der Limited wird ebenfalls kontrolliert und darf nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. Wenn kein Zurückweisungsgrund vorliegt, stellt das Companies House das Gründungszertifikat (Certificate of Incorporation") aus. Das Ausstellungsdatum dieser Urkunde ist gleichzeitig das Gründungsdatum der Limited. Ab diesem Moment ist die Limited rechtlich gegenständlich und kann Verträge abschließen und Trägerin von Rechten und Pflichten werden. Auch die Begrenzung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen tritt ab diesem Zeitpunkt in Kraft, sofern in der Satzung der Limited eine entsprechende Haftungsbegrenzungsklausel eingebunden wurde.

Die Erfüllung von Einzahlungspflichten oder die freie Verfügbarkeit der Leistungen der Limited werden durch das Companies House nicht überprüft.

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