» Limited gründen von A bis Z


Gerichtsstand einer Limited


Eine Limited mit Sitz in Deutschland kann auch in Deutschland verklagt werden. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit eine englische Limited, die ihre Hauptverwaltung in Deutschland hat, in Deutschland und England zu verklagen. Die Prozesskosten in England sind etwa 10 Mal so hoch wie die in Deutschland und das englische Zivilprozessrecht greift wesentlich weiter als das deutsche Zivilprozessrecht. Das Risiko in England verklagt zu werden ist für den Existenzgründer also gegeben und nicht unerheblich. Dies sollte vor der Gründung einer Limited nicht außer Acht gelassen werden.

Bestehen innergesellschaftliche Konflikte entscheiden Inhalt und Gegenstand über einen englischen oder deutschen Gerichtsstand. Generell sind alle Klagen, die die Gültigkeit, die Nichtigkeit oder die Auflösung einer Gesellschaft oder die Gültigkeit der Beschlüsse ihrer Organe zum Gegenstand haben, in England nach englischem Recht zu bewerten. Es gibt aber andere gesellschaftsinterne Auseinandersetzungen, die unter Umständen in die Zuständigkeit deutscher Gerichte fallen. Die deutschen Gerichte müssen in diesen Fällen jedoch nach englischem Recht urteilen, was nicht unproblematisch ist. Deutsche Richter werden kaum über die notwendigen Erfahrungen und das notwendige Hintergrundwissen für derartige Prozesse verfügen. Im Gesellschaftervertrag sollten daher Regelungen über Gerichtsstand und anwendbares Recht getroffen werden. Wobei überprüft werden muss, ob die vereinbarte Lösung nach englischem Recht zulässig ist.

Bei allen Fragen bezüglich der Wahl des Gerichtsstandes und der Ausarbeitung entsprechender Klauseln im Gesellschaftervertrag hilft Ihnen eine Gründungsagentur. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: